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Das ausgewählte Untersuchungsgebiet wird durch mehrere geographische Besonderheiten geprägt: Die Niederschläge in der Mansfelder Mulde sind durch die Lee-Lage im Regenschatten des Harzes sehr gering und liegen im langjährigen Mittel deutlich unter 500 mm. Da die Jahressumme der potentiellen Verdunstung über den Niederschlagssummen liegt, weist das Seengebiet eine negative klimatische Wasserbilanz auf. Weiterhin wird das Gebiet durch eine geringe Fließgewässerdichte und Abflussspende charakterisiert. Im Zusammenhang mit der zu erwartenden Wiederentstehung des Salzigen Sees und weiteren Landnutzungsänderungen ist mit einer erhöhten Verdunstung und einer Zunahme der negativen Wasserbilanz in diesem Gebiet zu rechnen, die eine Vergrößerung der Wasserhaushaltsprobleme zur Folge hätte. Für die Beschreibung der hydrologischen Veränderungen wurden drei Zeitschnitte ausgewählt. Die als Basis dienenden Gegenwartsverhältnisse, ein Zukunftsszenario für das Jahr 2020 und ein Extremszenario unter Annahme einer potentiell natürlichen Vegetation wurden hinsichtlich der Wasserhaushaltsparameter (Niederschlag, potentielle und reale Verdunstung, Grundwasserneubildung und Oberflächenabfluss) bzw. der Abflusskennwerte der Fließgewässer (Mittlerer Durchfluss, Hoch- und Niedrigwasserdurchfluss) untersucht. Die Grundlage für die Berechnungen und Auswertungen bildeten das Modellierungssystem ARC-EGMO (PFÜTZNER et al., 1997) und das Hydrologische Modell „Salza“ (PFÜTZNER, 1996).
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