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Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Ergebnissen für das südliche Einzugsgebiet des Salzigen Sees und diesen selbst ableiten ?
- Die Entstehung der großen Wasserflächen im Nordosten des Untersuchungsraumes haben eine deutliche Erhöhung der Verdunstungsraten im Seengebiet zur Folge und erhöhen somit die negative klimatische Wasserbilanz.
- Aufforstungsmaßnahmen verstärken ebenfalls die Verdunstung und führen zu einer Reduzierung der Grundwasserneubildungsrate in den betroffenen Teileinzugsgebieten. Der Landoberflächenabfluss wird deutlich verringert und dadurch auch die Hochwassergefahr. Allerdings führt das geringere Wasserdargebot zu einer Abnahme des Niedrigwasserdurchflusses in Trockenperioden.
- Durch die Versiegelungen im Siedlungsumfeld und den Bau der Autobahntrasse erhöht sich der Oberflächenabfluss in den jeweiligen Teileinzugsgebieten infolge geringerer Infiltrationsmöglichkeiten. Folge sind eine Zunahme des mittleren Abflusses und des Hochwasserabflusses der Vorfluter.
Seebecken des Salzigen Sees von Osten (Foto: Ellermann)
Räumliche Betrachtung Die größten Veränderungen des Wasserhaushaltes lassen sich im Bereich der entstehenden Wasserflächen erwarten! Vor allem in länger andauernden Trockenperioden kann die Wasserbilanzstabilität aufgrund der erhöhten Verdunstung gefährdet sein. Da in diesem Fall mit einer Reduzierung der Seespiegelhöhe zu rechnen ist, erscheint eine Gewährleistung eines ausreichenden Zuflusses der Weida in den See als dringend notwendig. Hierzu sind insbesondere die Bepflanzung der Uferrandstreifen, partielle Aufforstungsmaßnahmen in den durch Versiegelung besonders betroffenen Gebieten und eine Einschränkung der Bebauungsmaßnahmen zu empfehlen, um vor allem den Niedrigwasserabfluss der Weida zu sichern. Ansonsten wäre der Abfluss des Salzigen Sees in die Salza, welche durch den See gespeist wird und in nordöstlicher Richtung in die Saale entwässert, nicht gesichert.
Wie lässt sich die Wasserhaushaltssituation des Salzigen Sees, seiner Zuflüsse und der Salza unter veränderten Landnutzungs- & Klimaverhältnissen bilanzieren ? Mehr Informationen dazu im Projekt “Klimawandel”
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